Bäume bis heute gepflanzt
Arbeitstage geschaffen

Kinderschutz – auch eine Verantwortung von Tourismusanbietern

Beim Thema Kindesmissbrauch darf nicht weggeschaut werden – weltweit werden 1,8 Millionen Kinder von Reisenden sexuell missbraucht, gehandelt und zu sexueller Sklaverei gezwungen.

Über die Roth Reisen GmbH – mit den Vertriebsmarken La-Palma.Travel (Ferienhäuser und Fincas auf der Kanareninsel La Palma) und PuraVida.Travel (Costa Rica Rundreisen und Reisebausteine) – unterstützt der Marktplatz 100arboles.com die Initiativen der Kinderschutzorganisation ECPAT.

Die internationale Kinderrechtsorganisation ECPAT (engl. „End Child Prostitution and Trafficking“) wurde 1990 gegründet, ihr Hauptsitzt befindet sich in Bangkok, Thailand.

ECPAT konnte bereits einige Maßnahmen im Kampf gegen die Anonymität, der Änderung des Strafrechtes und des Opferschutzes durchsetzen.

Zum Beispiel ist es seit 1993 durch ein Abkommen in europäischen Ländern möglich – losgelöst von den Gesetzesregelungen des Landes, in dem die Sexualstraftat gegen das Kind oder die Kinder stattgefunden hat – den Täter auch in seinem Heimatland vor Gericht zu stellen.

Als ECPAT-Fördermitglied stehen wir auch hinter dem Kinderschutzkodex “The Code”, einem Instrument gegen sexuellen Missbrauch im Tourismus.

Worte schaffen Wirklichkeit – ein Terminologischer Leitfadens zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt

Am 2. Dezember 2019 hat ECPAT Deutschland e.V. mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V. die deutsche Version des Terminologischen Leitfadens für den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexualisierter Gewalt, im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Nationalen Rats gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, veröffentlicht.

Wir halten den Leitfaden für ausgesprochen wichtig und möchten ihn an Sie weitergeben, denn mit angemessener Sprache können Kinder besser vor sexualisierter Gewalt und sexueller Ausbeutung geschützt werden, denn genau definierte Begriffe beschreiben besser, was Kindern widerfährt.

Worte haben einen großen Einfluß auf die Wahrnehmung von Problemen wodurch politische Maßnahmen gegen Sexualstraftaten gegen Kinder besser gestaltet werden können, besonders, wenn es um internationale Lösungen, interinstitutionelle Lösungen, Identifizierung und Datenerfassung geht.

Alltäglich werden noch immer verharmlosende Begriffe benutzt, die unzutreffend und unsensibel den Kindern gegenüber sind, wie z. B.: Kinderprostituierte, Kindersextouristen, Kinderpornografie und Kinderschänder.

Zum Beispiel der Begriff “Kinderprostitution” kann implizieren, daß das Kind die Prostitution als Arbeit gewählt hätte, anstatt zu beschreiben, daß das Kind (Menschen von 0 – 18 Jahren) Opfer einer Straftat sexueller Ausbeutung geworden ist.

Auch das Wort “Kinderschänder” ist fehlleitend, denn dem betroffenen Kind haftet keine Schande an.

“Kindersextourismus” kann so gedeutet werden, als handele es sich um eine legitime Form des Tourismus, wenn es sich tatsächlich um reisende Sexualstraftäter handelt. Ein durchdachter Gebrauch der Sprache hilft Kinder vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung on- und offline müssen angemessene Begriffe (weiter-)entwickelt werden, “Online-Grooming” und Live-Streaming von sexuellem Missbrauch sind dabei relativ neuartige Straftaten.

Der Terminologische Leitfaden bietet dazu vielfältige Hilfen an, seine Botschaft lautet: „Wir müssen keine neue Sprache lernen, wir müssen nur bewusster mit ihr umgehen!“. Er bietet Beispiele, Erklärungen und alternative Formulierungen.

Den Terminologischen Leitfaden finden Sie hier:
www.terminologie.ecpat.de

Eine internationale interinstitutionelle Arbeitsgruppe im Umfeld des UN-Kinderrechteausschuss, initiiert von ECPAT International (Ending the Sexual Exploitation of Children), einigte sich auf angemessene Begriffe rund um die Thematik der sexuellen Ausbeutung und der sexualisierten Gewalt an Kindern und veröffentlichte bereits 2016 auf Englisch, Französisch und Spanisch den Terminologischen Leitfaden unter dem Namen „Luxembourg Guidelines“, zu finden.